Gemeindewerke halten den Gaspreis stabil
Strompreis steigt um 1,37 Cent

Die über 2.500 Erdgaskunden der Gemeindewerke Steinhagen können sich auch 2019 über stabile Preise freuen. Anders als viele andere Versorger wird das Steinhagener Energieunternehmen seine Gastarife im kommenden Jahr nicht erhöhen – und das trotz deutlich gestiegener Marktpreise. Seit Jahresanfang ist der Gaspreis an den Börsen um fast 30 Prozent in die Höhe geklettert. „Wir konnten diese Negativentwicklung durch eine effektive und vorausschauende Einkaufsstrategie ausgleichen“, sagt Gemeindewerke-Geschäftsführer Stefan Lütgemeier. „Die Gaspreise bleiben in 2019 stabil. Das ist mit Blick auf die Heizsaison eine erfreuliche Nachricht für unsere Kunden.“

Anders sieht es beim Strompreis aus: hier müssen die Gemeindewerke den Kilowattstundenpreis zum 1. Januar um 1,37 Cent (brutto) bzw. um 4,56 % anheben. Bei einem Jahresverbrauch von beispielhaft 3.500 kWh entstehen somit monatliche Mehrkosten in Höhe von ca. 4,00 €.

Die Summe der staatlichen Steuern und Abgaben sinkt zwar im Vergleich zum Vorjahr, gleichzeitig steigen jedoch die Netzentgelte für den Transport der Energie an. Auf sämtliche oben genannten Preisbestandteile hat die Gemeindewerke Steinhagen keinen Einfluss. Der Anteil der Netzentgelte, Steuern und Abgaben am Strompreis beträgt mittlerweile rund 79 %.

Im Wesentlichen sind aber gestiegene Beschaffungskosten die Ursache für die Strompreiserhöhung. Die Entwicklung der Rohstoffpreise für die Primärenergieträger in der Erzeugung hat unter anderem zu einem Anstieg der Strompreise an den Börsen geführt und den Einkauf verteuert.

„Wir kaufen strukturiert und strategisch ein, wir optimieren im Hause die Prozesse – aber irgendwann kommt der Punkt, da kommt man gegen die externen Faktoren nicht mehr an und muss dann doch den letzten Rest der Steigerung an die Kunden weitergeben“, erläutert Sascha Drewel, der bei den Gemeindewerken für den Energieeinkauf zuständig ist.